Kultur | unsere Leute zwischen traditionen und bräuche
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Kultur

UNSERE LEUTE ZWISCHEN TRADITIONEN UND BRÄUCHE
Das Leben in den ladinischen Tälern war einst von harter Arbeit auf dem Feld und in den Wäldern gekennzeichnet. Es entstehen die ersten VILES: ladinische Siedlungskerne auf halber Höhe an den Sonnenhängen gelegen, die von einigen Familien zusammen bewohnt werden. Häuser und Scheunen mit essenziellen und primitiven Ausstattungen, wie Brunnen und Holzofen, Weiden und Wälder wurden zusammen benützt. Die originellsten VILES sind im Tal von Longiarü zu besichtigen. Das von Generation zu Generation überlieferte Brauchtum ist ein lebendiges Zeugnis einer bäuerlichen Kultur, welche im Einklang mit der Natur und den Jahreszeiten, dem Lebenszyklus, den Riten und dem religiösen Brauchtum stand. Unsere Leute sind sehr religiös, und viele folgen den Pilgergängen und Prozessionen noch heute. Der eindrucksvollsten Pilgergang ist der nach Säben, oberhalb von Klausen, damaliger Bischofssitz von Brixen, heutiges Klausurkloster. Dort nehmen tausend Männer von den zwölf Pfarreien vom Gadertal teil. Betend gehen sie drei Tage lang durch Berge und Täler. Die religiösen Zerimonien, die dörflichen Kirchtage waren die einzigen Möglichkeiten um den Alltag zu entfliehen. Die wichtigsten gesellschaftlichen Ereignisse der bäuerlichen Gemeinschaft waren von Bräuchen geprägt: die Taufe, die Hochzeit, der Tod und verschiedene religiöse Feste. Die Vereine und Verbände sind sehr aktiv: Kultur, Musik, Sport und Dienstleistung.

HANDWERKER UND KÜNSTLER
Um ihren Lebensstandard zu verbessern wurden andere Arbeitsformen gesucht. Im Gadertal entwickelte sich die Holzbearbeitung zu Truhen und Schränken und auch die Weberei. Das Handwerk ist heute noch ein wichtiger wirtschaftlicher Bestandteil für das Tal. Einige Berufe sind verschwunden, andere haben hingegen durch den aufkommenden Tourismus eine Abwandlung erfahren. Das Zusammengehen von Tourismus und Handwerk ist im Bereich der Hotellerie offensichtlich: hier konnten sich Tischler, Dekorateure, Weber, Maler und Schnitzer dem neuen Arbeitsfeld anpassen. Die Kunst und die Handarbeit lebt vom prägenden Einfluss der umliegenden Landschaft. Die Anfänge der Schnitzkunst liegen in Gröden bereits Jahrhunderte zurück. Viele Jugendlichen besuchten Kunstschulen im Ausland bis auch in den ladinischen Tälern solche entstanden. Maler, Designer, Photografen und bekannte Musiker (GILBERT - GIORGIO MORODER) haben Ihre Wurzeln hier.

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